Am vergangenen Wochenende suchte der Stadtsportbund Herne die neuen Badminton-Titelträger im Einzel, Doppel und Mixed. In den Altersklassen U11 bis U19 kämpften in der Erich-Fried Gesamtschule fast zweihundert Kinder und Jugendliche um die begehrten Podestplätze. Neben etlichen Spielerinnen und Spielern aus Nordrhein Westfalen, durfte sich der Ausrichter BC Westfalia Herne auch auf Teilnehmer aus Bayern und anderen Bundesländern freuen.
Sportlich wollten sich die Talente der Westfalia eigentlich von der besten Seite präsentieren - zumindest am Samstag in den Doppel- und Mixeddisziplinen verfehlten die Youngster den eigenen Anspruch aber deutlich.
Ungewohnte Schwächen bei der Annahme, taktische Unsicherheiten im Aufbau der Ballwechsel - den Verantwortlichen standen stellenweise die Haare zu Berge.
Trotz schwankender Leistungen sorgten Noah Rosin und Linus Paulusch mit dem Vizetitel im Jungendoppel U19 und Cecile de Gouveia und Juliane Stork mit der Bronzemedaille im Mädchendoppel U19 für einen kleinen Lichtblick.
Ein ganz anderes Gesicht zeigten die Herner dann am Sonntag in den Einzeldisziplinen.
Titelverteidigerin und Topfavoritin Eva Mizhis gab sich bei ihrem Heimturnier keine Blöße.
Ohne große Probleme ins Endspiel eingezogen, gab es dort gegen Pia Breitner vom OSC München einen echten Leckerbissen zu bestaunen. Beide Spielerinnen spielten technisch und taktisch auf einem ganz hohen Niveau. Punktete die Münchnerin häufig mit ihrem aggressiven kurzen Cross-Smash, dominierte Eva mit ihrem kraftvollen Spiel von der Grundlinie. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen krönte sich die Hernerin mit einer Galavorstellung im entscheidenden dritten Durchgang zur letztlich verdienten Siegerin des Dameneinzel U15.
Knapp am Podest vorbei schrammte Noah Rosin im Jungeneinzel U17.
Obwohl der technisch versierte Spieler der dritten Seniorenmannschaft seinen allerbesten Tag verfehlte, sorgte er im Spiel um Platz Drei für das spannendste und längste Match des Tages.
Gegen den Bottroper Jonah Müller gab es eine regelrechte Clear-Schlacht. Beide Athleten warteten geschickt auf den richtigen Moment und versuchten dann mit schnellen Drops und Smashs anzugreifen. Auch wenn die Partie am Ende keinen Verlierer verdiente, schnappte sich der Bottroper Bronze.
Eine wahre Leistungsexplosion zeigten im Dameneinzel U19 Cecile de Gouveia und Juliane Stork.
Die beiden Mädels mussten sich in den entscheidenden Partien zwar knapp geschlagen geben, zeigten sich aber beispielsweise gegen die hoch favorisierten Kurz-Zwillinge durchaus auf Augenhöhe. Mit dem vierten und fünften Platz setzten die Beiden ein großes Ausrufezeichen und lassen für die Zukunft einiges erwarten.
Erfreut zeigten sich die Verantwortlichen auch über die Weiterentwicklung von Katarina Lentz, Emma Schölisch, Timo Niebisch und Jayden Hahne. Das Quartett. zeigte sich in toller Form. "Die harte Trainingsarbeit zahlt sich bei unseren Kids eindeutig aus, wir sind hoch zufrieden und freuen uns sehr für unsere Mädchen und Jungs", so die Jugendwartin Daniela Joswigs.
Organisatorisch lief bei Organisator Matthias Joswig alles nach Plan. Das Cafeteria-Team durfte sich über "Arbeit" nicht beschweren und auch der extra angereiste Peters Sport Shop zog ein positives Fazit.
Wir bedanken uns bei allen Sportlerinnen und Sportler für ein schönes Turnier und hoffen viele Teilnehmer beim Herner Kids Cup begrüßen zu dürfen.
Ein weiterer Dank geht an alle helfenden Hände, die mit einer Spende für die Cafeteria oder dem Auf- und Abbau des Turniers, einen großen Anteil am Erfolg hatten.